Auf dem Weg zum Imker

Auf dem Weg zum Imker

Eine sinnvolle Freizeitgestaltung bildet einen wichtigen und notwendigen Ausgleich zu der sehr fordernden und strukturierten Schul- und Beschäftigungsphase. Auf dem Jugendhof haben die Kinder und Jugendlichen die Möglichkeit, häufig nicht erfahrene Erlebnisse mit anderen Menschen und Erfahrungen in einer atemberaubenden Natur zu machen.

Die Betreuenden sind auch in der Freizeit stets präsent und gestalten diese Zeit gemeinsam mit den Jugendlichen. Neben der gemeinsamen Tätigkeit in der Schule, den Werkstätten und im Haushalt ist es für die Entwicklung tragfähiger Beziehungen von entscheidender Bedeutung, dass Jugendliche und Betreuende auch diese Zeiten, soweit von den Jugendlichen gewünscht, gemeinsam verbringen, da bei gemeinsamen Ausflügen, gemeinsamem Sport und Spiel häufig andere Aspekte der jeweiligen Persönlichkeit zum Tragen kommen.

 

Das Dorf - Ein ganz anderer Kultur- und Lebensraum

Fast allen Kindern und Jugendlichen gelingt es sehr schnell, Kontakte zu einheimischen Gleichaltrigen zu entwickeln. Die Dorfbewohner begegnen den Kindern und Jugendlichen des Jugendhofes mit großer Freundlichkeit und Aufgeschlossenheit, dem Stigma des „Heimkindes“, dem sie in ihrer Vergangenheit häufig begegneten, sind sie hier nicht ausgesetzt.

Aufgrund der engen Einbindung des Jugendhofes in das Dorfleben besuchen die Kinder und Jugendlichen in ihrer Freizeit häufig die Familien der Dorfbewohner, bei denen oft noch 3 bis 4 Generationen unter einem Dach wohnen. Selbstverständlich nehmen alle gern an den großen Festen im Dorf (Geburtstage, Hochzeiten, Taufen sowie Bällen) teil.

Durch diese Kontakte erfahren die Jugendlichen die natürliche Selbst- verständlichkeit eines geregelten und oft sehr harten Arbeitsalltags und lernen funktionierende Familienstrukturen kennen.

Im Sommer erfreut sich ein Schwimmteich besonderer Beliebtheit, in der Regel kann hier von April bis Oktober gebadet werden, im Winter wird er gern zum Schlittschuhlaufen genutzt.

Ausflüge - Ein anderes Land wird entdeckt

In regelmäßigen Abständen unternehmen alle Kinder und Jugendlichen mit den Betreuenden mehrtägige Ausflüge zu verschiedenen Zielen in Rumänien und den Anrainerstaaten. Diese Ausflüge dienen einem besseren Verständnis des Landes und der Erweiterung nicht nur des geographischen Horizontes.

Besonders beliebt ist die sommerliche Ferienreise an das Schwarze Meer, wo die Tage gemeinsam am Strand und beim Schwimmen verbracht werden.

Die Wochenenden im Sommer können beim Zelten an einem wunderschönen, nahe gelegenen Stausee verbracht werden, es wird geangelt und gegrillt und das Übernachten in der freien Natur bietet den Kindern und Jugendlichen ganz besondere Erlebnisse.

Im Winter fährt die Gruppe in das Gebirge in den Skiurlaub, der von den meisten Jugendlichen allerdings zum Snowboard – Fahren genutzt wird.

Insbesondere die gebirgige Natur und die weitläufigen Wälder Rumäniens – das Land verfügt über die größten zusammenhängenden Waldgebiete Europas – bieten den Kindern und Jugendlichen einmalige Natureindrücke, auf von entsprechenden Experten begleiteten Wanderungen können beispielsweise auch Luchse, Bären und Wölfe in freier Natur entdeckt werden.

 

Reiten und Tiere - Sich selbst entdecken

Der Jugendhof besitzt acht Pferde, ein Reitplatz, auf welchem die Kinder und Jugendlichen Reitunterricht erhalten können, steht ebenfalls zur Verfügung. Der Reitsport fördert im hohen Maße die Konzentration, das Körperbewusstsein und die Grob- und Feinmotorik der Jugendlichen.

Im Umgang mit den Pferden erfahren die Jugendlichen die hierfür notwenige Konzentration und Ruhe und genießen es, wenn sie von den Pferden als Bezugs- und Autoritätsperson angenommen werden.  Bei ausreichender Reiterfahrung bietet die eindrucksvolle Landschaft der Karpaten vielfältige Möglichkeiten für betreute Ausritte, Kutschfahrten und Fahrten mit dem Pferdeschlitten im Winter.

Tiere nehmen im Alltag des Jugendhofes einen wichtigen Platz ein. Die Hofhunde Anouk und Leika, zwei Malamut – Mischlinge, werden von allen Jugendlichen hoch geschätzt. Die Präsenz der Hunde kann in vielen Situationen eine beruhigende Wirkung auf die Kinder und Jugendlichen haben, insbesondere in schwierigen Momenten leisten sie einen emotionalen Beistand.

Besonders bewährt hat sich die Anwesenheit der Hunde bei den Schülern, die mit dem Einzelunterricht beginnen. In der Regel legen sich die Hunde unter den Arbeitsplatz des Schülers und sie tragen damit sichtlich zu einer ruhigen und konzentrierten Arbeitsatmosphäre bei. Die Hofkatze Muromez hält sich für die zentrale Bewohnerin des Hofes und fordert Zuwendung und Futter selbstbewusst ein.

Im Unterschied zu den Hunden gewährt Muromez ihre Aufmerksamkeit sehr selektiv, um so mehr wird diese dann von den Kindern und Jugendlichen dankbar angenommen.

Musik – Sich mal ganz anders ausdrücken

Die Faszination zeitgemäßer Popmusik wird auf dem Jugendhof für das Heranführen der Jugendlichen an das Erlernen musikalischer Fähigkeiten sowie Text- und musikdichterischer Betätigung genutzt.

Unter fachlicher Anleitung können die Jugendlichen mit Jonas Schäfer an heimeigenen Instrumenten (Klavier, Schlagzeug, Gitarre, Bass, Keyboard etc.) und moderner Technik (Misch- pult, Mikrofonen, Computer Hard- & Software) Fertigkeiten erlernen, die sie von der Rolle des Konsumenten in die Rolle des aktiv Gestaltenden versetzt.

Insbesondere die Verarbeitung eigener Probleme im auf Glaubhaftigkeit basierenden Genre des Raps bietet den Jugendlichen die Möglichkeit, Probleme in ihrer Alltagssprache zu verbalisieren. Ziel kann die Produktion einer CD mit eigenen Liedern jedes Jugendlichen für den Eigenbedarf sein.

 

Sport - Fähigkeiten und Grenzen entdecken

Auf dem Gelände des Jugendhofes befinden sich ein betonierter Basketball – Platz und eine überdachte Tischtennisplatte, die im Sommer intensiv genutzt werden. Neben dem Schwimmen in den Sommermonaten können im Winter alle Arten von Wintersport betrieben werden. Alexander Kümmel trainiert mehrmals in der Woche mit Gewichten und Hanteln und beteiligt die Jugendlichen gern an diesem Sport.

Allerlei…

Gern wird ebenfalls die große Spiele – Sammlung des Jugendhofes ausgepackt und (insbesondere bei abendlichem Stromausfall) bei Kerzenlicht gespielt.

Neben diesen vorstrukturierten Angeboten der Freizeitgestaltung steht dem Jugendlichen auch ausreichend Zeit zur freien individuellen Gestaltung zur Verfügung – nach dem Abendessen in der Woche und an den Wochenenden ganztägig, kann der Fernseher mit Sattelitenanschluss im Wohnzimmer genutzt werden.

Der Jugendhof verfügt ebenfalls über zahlreiche Kinder- und Jugendbücher sowie eine umfangreiche DVD – Sammlung altersgerechter Filme und Dokumentationen.